17/06/2026
Die Erntezeit beginnt – zuerst mit der Gerste, dann folgt der Weizen und viele weitere Kulturen. Für Landwirte ist das wohl die aufregendste Zeit des Jahres: die Belohnung für Monate voller Arbeit, Herzblut, Sorgen, Entscheidungen sowie unzählige Stunden voller Schweiß und Einsatz. Landwirtschaft ist mehr als ein Beruf – sie ist eine Leidenschaft, die man im Herzen tragen muss.
Erst kürzlich habe ich einen Beitrag gelesen, in dem ein Landwirt verklagt wurde, weil er nachts aufs Feld gefahren ist. Liebe Leute: Das macht niemand aus Spaß oder Langeweile. Er tut es, weil das Wetter, die Reife der Früchte und der Zeitdruck keine Rücksicht auf Uhrzeiten nehmen. Er tut es für seinen Lebensunterhalt, für unsere Lebensmittel, für das Futter unserer Tiere und letztlich für die Versorgung von uns allen.
Bei uns läuft derzeit die Gerstenernte. Direkt danach werden die Felder für den nächsten Anbau vorbereitet – in unserem Fall für Buchweizen. Gleichzeitig wollen Tiere versorgt, die Familie unterstützt und viele weitere Aufgaben bewältigt werden.
Der enorme Zeitdruck, die Bürokratie und die finanziellen Herausforderungen bringen viele Landwirte an ihre psychischen Grenzen. Umso mehr kann ein einfaches „Danke“ bewirken.
Wenn dir also in diesen Tagen bei deinem Radausflug ein Traktor oder Mähdrescher entgegenkommt, dann denke einen Moment daran, was dahintersteckt. Sei dankbar für die Arbeit dieser Menschen und unterstütze sie vielleicht mit einer kleinen Geste – indem du Platz machst, Geduld zeigst oder einfach Verständnis aufbringst.
Denn Landwirte sind ein wichtiger Teil unseres Ganzen. Sie sorgen dafür, dass unser System funktioniert und unsere Tische gedeckt sind.
Bauernfamilie