01/06/2026
Ingo´s Tipp im Juni 2026
Liebe Gartenfreunde,
herrlichstes Wetter zu Pfingsten. Jetzt liegt der Sommer in der Luft. Wie
schnell sich die Wetterlage ändern kann - um den Vatertag lag in höheren
Lagen noch Schnee. Nicht umsonst werden die Namenspatrone für diese Tage
die Eisheiligen genannt. Jetzt ist Zeit den Garten in voller Pracht zu genießen.
Gehört ihr auch zu den Naschkatzen? Dann gibt es im kleinsten Garten und auch auf dem Balkon
Möglichkeiten.
Wer den ganzen Sommer und Herbst frisches Gemüse zur Verfügung haben möchte, sollte
regelmäßig kleinere Mengen Erbsen, Salat, Rettich, Mohrrüben und Radieschen aussähen.
Ein Hochbeet ist eine schneckensichere, bequeme Art natürliche Leckereien anzubauen. Meine
Hochbeete nutze ich in erster Linie für die Küchenkräuter Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Petersilie
und Currykraut. Mit einer Kräuterschere, die mehrere Klingen nebeneinander hat, verfeinert man
viele Speisen.
Die Frühkartoffeln können geerntet werden. Am besten mit der Grabegabel aushebeln und an der
Luft abtrocknen lassen. Ich hole mir immer nur so viel, wie ich brauche, frisch aus dem Boden.
Wer Platz hat, sollte einen Apfelbaum pflanzen. Naschkatzen bevorzugen Apfelsorten für den
Sofortverzehr. Ich empfehle die Sorte Alkmene, wenn man einen leicht pflückbaren,
widerstandsfähigen, gesunden und vom Baum essbaren Apfel bevorzugt.
In den kleinsten Garten passen Johannisbeeren. Eine Köstlichkeit auf einem leckeren Vanillepudding.
Das Auge isst mit. Der Gartenfreund nutzt essbare Blüten. Ich selbst schätze die Kapuzinerkresse.
Neben ihrer Schönheit hat die Kapuzinerkresse auch heilende Eigenschaften. Die Inkas nutzten die
Blüten auf langen Märschen gegen Höhenkrankheit und Infektionen. Das hängt mit dem hohen
Vitamin C Gehalt und den enthaltenen Senfölen zusammen.
Am 24. Juni ist Johannistag. Die Bezeichnung geht auf Johannes den Täufer zurück, der laut Bibel 6
Monate vor Christus Geburtstag hat. Man vermutet, dass mit diesem Datum heidnische Bräuche der
Sommersonnenwende christianisiert wurden (siehe auch Johannisfeuer).
Der Johannistag ist auch Namensgeber für den Johannistrieb. Die Natur hat es so eingerichtet, dass
bei starken Schäden durch Trockenheit oder Insekten, die Pflanzen noch mal in einem zweiten Trieb
(der s.g. Johannestrieb) nachdem Frühjahrsausschlag durchstarten können. Wir nutzen das für den
Spargel, der nach dem Johannistag nicht mehr gestochen wird und sich erholt.
Genießt den letzten Spargel und Euren Garten mit allen Sinnen!
Euer Ingo