17/02/2025
Die Bauernproteste sind jetzt mehr als ein Jahr her
- was hat sich seither verändert? Mit Blick auf die Bundestagswahl ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme.
5 Agrardiesel: Der Wegfall bleibt bestehen - ohne Alternativen oder Anreize für klimafreundlichere Antriebe. Ein reiner Kostenfaktor für die Landwirtschaft ohne echten Umweltvorteil.
Bürokratieabbau: Versprochen, aber nicht wirklich geliefert. Die Reduzierung der Aufbewahrungspflicht von Dokumenten von 10 auf 8 Jahre bringt keine echte Entlastung. Es bräuchte digitale Lösungen und vereinfachte Prozesse, z. B. für Tierdaten und Düngeausbringung.
Wettbewerbsfähigkeit: Nationale Alleingänge sorgen dafür, dass die Probleme einfach ins Ausland verlagert werden. Gleichzeitig schwächt das Mercosur-Abkommen die europäischen Landwirte und Umwelt durch Importe aus Ländern mit niedrigeren Standards.
Faire Preise für Landwirte: Nach wie vor bestimmt der Handel die Preise - und setzt sie nach unten durch. Landwirte haben kaum Einfluss darauf, was sie für ihre Produkte bekommen.
• Klima- und Umweltschutz: Landwirtschaft ist eine der wenigen Branchen, die CO2 speichern kann und neuenLebensräume schaffen kann - doch statt Anerkennung gibt es vor allem Verbote und Kosten. Wir brauchen finanzielle Anreize für nachhaltige Konzepte und mehr Technologieoffenheit.
Erbschaftssteuer: Eine Einführung für landwirtschaftliche Betriebe wäre fatal. Viele Betriebe müssten dann Flächen verkaufen, um die Steuer zahlen zu können - eine Gefahr für Familienbetriebe und die Zukunft der Landwirtschaft.
Fazit: Die Herausforderungen sind enorm, doch es fehlt an echten Lösungen. Die Landwirtschaft braucht nicht mehr Verbote und Kosten, sondern Anreize, Innovationen und faire Marktbedingungen.
• Was denkt ihr: Welche dieser Punkte sollten in der Politik endlich Priorität bekommen?