Ackerlei

Ackerlei Ackerlei ist ein landwirtschaftliches Unternehmen mit Betriebsstätten in Bruchköbel-Oberissigheim

Green Day´s     HKS 57 war hier bei Ackerlei im Zweifelsfall immer die richtige Farbe, egal was angestrichen oder gedruc...
10/06/2026

Green Day´s

HKS 57 war hier bei Ackerlei im Zweifelsfall immer die richtige Farbe, egal was angestrichen oder gedruckt werden sollte: das damalige Bioland-Grün! Nun, Farben ändern sich – unsere Einstellung zum ökologischen Landbau ist die gleiche geblieben. Die Natur hat viele Grüntöne in ihrem Repertoire und der Monat Juni ist mit seiner ganzen Farbpalette einfach einer der schönsten – laut einer repräsentativen Umfrage im eigenen Hause😉

So bunt und vielfältig sind auch die Aufgaben, die der Juniplan uns Gärtnern und Landwirten vorgibt. Das sind die Tage, die sich auf den Rest des Jahres krass auswirken. Was nicht gesät wird, kann nicht geerntet werden. Die Unkräuter, die nicht erwischt werden, sorgen für jede Menge Ärger – nicht nur, weil das Gemüse Konkurrenz hat, auch die Erntemaschinen verstopfen im Herbst und die Samen bringen in den Folgejahren große Mengen Nachkommen zum Vorschein. Die Kartoffeln brauchen Pflege, damit sie sich gut entwickeln und die nimmersatten Kartoffelkäferlarven die Pflanzen nicht vertilgen. Viele Pflanzen für die Herbst – und Winterernte wie Lauch, Grünkohl, Wirsing, Blumenkohl, Broccoli und Chinakohl müssen gepflanzt werden. Da wird manch laue Juninacht zum Tag und mancher Sonntag zum Arbeitstag. Nützt ja nix.

Wir pflanzen viele Herbst- und Winterkulturen in Mulch. Dafür haben wir eine Wicken-Roggen-Mischung angesät. Diese wird gehäckselt und 8-12cm dick auf die vorgesehenen Flächen verteilt. Bevor der Häcksler anrückt, informieren wir die Kitzrettung, die für die entsprechende Gemarkung zuständig ist. Damit kein Rehkitz zu Schaden kommt, fliegen sie mit Drohnen die Felder ab und kontrollieren mit Wärmebildkameras sehr genau, alle verdächtigen Stellen. Sollte ein Kitz im Acker liegen, dass noch zu klein ist, um selbstständig weglaufen zu können, wird es vorübergehend in einer vorbereiteten Kiste untergebracht – möglichst ohne es direkt zu berühren, damit es keinen fremden Geruch an sich hat, wenn es direkt nach dem Häckseln an die gleiche Fundstelle zurückgebracht wird. Leider kam ich zu spät zum Fotografieren – aber spannend ist das und eine sehr wichtige Aufgabe. Danke an dieser Stelle an die Issigheimer und Seligenstädter Kitzretter! Der Häcksler kennt auch keine geregelten Arbeitszeiten, daher sind alle in Abrufbereitschaft, vom Azubi bis zum Rentner, wenn der Wick-Roggen das richtige Stadium erreicht hat, alle Geräte bereit sind, das Wetter passt und dann auch noch der Lohnunternehmer Zeit hat! Diese Mulch-Pflanz-Geschichte testen wir nun schon ein paar Jahre aus. Nicht in allen Kulturen hatten wir erfolgreiche Ergebnisse, aber vor allem der Herbst- und Winterkohl macht sich sehr gut damit, weil man eben viel Wasser einspart, viel weniger Unkraut eine Chance hat und das Bodenleben mega aktiv ist, was zu einem gesunden Pflanzenwachstum beiträgt.

Wir haben unsere Möhren- und Pastinakenfelder abgeflammt. Im Säprozeß versuchen wir darauf hinzuarbeiten, dass das Unkraut zwei bis drei Tage Vorsprung hat vor der Kultur. Abflammen bedeutet dann, dass wir kurz bevor die Kultur ihren Kopf nach oben durch die Erde steckt, mit einem großen, extra für diesen Zweck konzipierten, Gasbrenner über den Acker fahren. Alles, was bis dahin an Unkräutern gewachsen ist, wird durch die Hitze oberirdisch kaputt gemacht. In der Regel sind das winzig kleine Pflanzen im Keimblattstadium. Das Ziel ist, einen möglichst Unkrautfreien Acker zu haben. Jedes Beikraut, was wir nicht von Hand entfernen müssen, spart Zeit und Geld. Warum das wichtig ist: Handarbeit ist wahnsinnig teuer geworden und schlicht nicht mehr bezahlbar! Zudem gibt es die Arbeitskräfte in unserer Branche nicht, die zu den Hackarbeitsstunden, wie sie ohne maschinelle Hilfe nötig wäre, bereit wären. Im konventionellen Gemüsebau wird das Problem mit Pestiziden gelöst, was für uns nicht in Frage kommt.

Nah dran an HKS siebenunfufzisch sind unsere Landgurken! Das ist die alternative Gurke für alle, die keine Gurke aus einem klimatisierten Gewächshaus möchten. Sie wachsen in einfachen Folientunneln und haben daher eine relativ kurze Kulturzeit von Juni bis max. Oktober. Ihre Schale ist dicker, sie haben etwas mehr Kerne im Vergleich zur Schlangengurke, wenn sie zu groß geerntet werden, aber geschmacklich sind die top!
Ebenfalls ein Geschmackserlebnis sind sie neu geernteten Frühkartoffeln Avanti und Solist! Klare Empfehlung an die Küche – jedoch natürlich noch nicht ganz günstig und auch noch nicht haltbar, da die Schale noch sehr dünn ist. Also, vielleicht eher die Sonntagskartoffel und unter der Woche gehen die bewährten Lagerkartoffeln auch noch sehr gut.

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist ja terminlich glücklicherweise immer so gelegen, dass man auch als Nicht-Fan an tolle WM-Angebote kommt, die für jede Gartenparty tauglich sind 😉 Ich kann mich jedenfalls freuen, über mehr Inhalt bei Keksen und Snacks, neue Käse-Tortillas, Fußball-Pasta für kleine und Lammsbräu im Vierer-Tray für große Freunde.

Demnächst kommt auch das Fleisch- und Wurstangebot vom Hofgut Patershausen endlich in unserem Online-Shop an. Im Hofladen ist es bereits vorhanden. Ein besonderes Highlight darf ich auch schonmal ankündigen: Wir können einen Bioland-Angus-Bullen aus dem Stall meiner Eltern aus Oberissigheim zum Monatsende schlachten lassen! Er ist zeitweise mit unseren Tieren aufgewachsen, hat unser Gemüse gefuttert und wertvollen Mist geliefert. Geschlachtet und zerlegt wird er in der neuen-alten Metzgerei in Heusenstamm. Wir bieten im Juli auch Fleischpakete an - die genaue Info folgt.
Mit einigen vom Ladenteam haben wir den Biergarten im Hofgut Patershausen aufgesucht. Auch dort dominieren wundervolle Grüntöne die Umgebung – es liegt halt mitten im Wald und unter Bäumen sitzt man einfach schön! Das Angebot ist 100% Bio, vom Äppler bis zum Steak, die zwei- und vierbeinigen Hofgut-Bewohner sind coole Typen und die Atmosphäre des alten Gemäuers trägt das ihre dazu bei, dass hier viele Radfahrer und Spaziergänger einen entspannten Sonntag verbringen.

Blumenkohl, Bundzwiebeln, Buschbohnen, Baustellen,… sieht so aus, als würde alles mit B beginnen, was irgendwie Arbeit beschert. Ach nee, Fenchel, Zucchini, Spitzkohl und Weißkohl ernten wir auch mittlerweile.
Und der in dem hellgrünen Pulli ist Thomas E. aus O. – wenn er nicht baggert, erntet er manchmal Kirschen und die gibt’s jetzt in Mengen auch bei uns im Sortiment. Direkt neben den regionalen Erdbeeren!

Genießt einfach alles an diesen green Day´s mit den vielen Farbtupfen!

Rebekka Zell für das Ackerlei-Team


P.S. Dieser kleine Blumenacker beim Hofladen in Bruchköbel geben wir frei zum selber pflücken während der Öffnungszeiten sobald es noch ein paar Blüten mehr gibt.

Kleiner Rückblick Grill & Chill:
Schee war´s!

31/05/2026
21/05/2026

Dieses Jahr wird es wieder zwei Workshops rund um das Thema Fermentation bei unseren Freunden vom Betrieb geben.

Sauerteig-Workshop am 25.07. - 75€
Kimchi-Workshop am 17.10. - 70€

Anmeldung jetzt möglich via
www.fermakultur.de/events

Bei Fragen schreibt uns gerne jederzeit eine Nachricht. Wir freuen uns auf euch! 🙏

08/05/2026
High Energie Die Luft flimmert, die ganze Vielfalt an Erdbewohnern ist nonstop unterwegs, die Handys der Betriebsleitung...
07/05/2026

High Energie

Die Luft flimmert, die ganze Vielfalt an Erdbewohnern ist nonstop unterwegs, die Handys der Betriebsleitung sind bis mittags leertelefoniert; einzig die kleine schwarzköpfige Herde ist gechillt – solange die Hofhunddame sich benimmt. Der drohende Mai beschert uns in der Landwirtschaft und Gärtnerei intensive Tage und kurze Nächte.

In den letzten Wochen sind über 30 Hektar Kartoffeln gelegt worden, knapp zwanzig verschiedene Sorten. Die ersten Frühkartoffeln gucken schon fröhlich in die Welt über der Erdkrumme. Mangold, Bundzwiebeln, unterschiedliche Blattsalate, Kräuter, Blumenkohl, Broccoli, Spitzkohl, Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Hokkaido, Zucchini und Blumen für den Hofladen haben einen Ackerplatz gefunden. Möhren, Pastinaken, Spinat, Radieschen, Bohnen und Zuckermais wurde gesät oder liegen in den Startlöchern. Manches weilt noch unter einer schützenden Vliesdecke, denn es wird nachts teilweise noch immer arg frisch. Da ist Vorsicht geboten.

Wenn gesät und gepflanzt worden ist, heißt es nicht: ausruhen bis zur Ernte! Die Herausforderung in diesem Frühjahr heißt Trockenheit. Ja man glaubt es kaum, aber wir warten tatsächlich wiedermal auf Regen. Bis dahin ziehen wir die Beregnungsmaschinerien über die bewässerungsfähigen Flächen. Wo das nicht möglich ist, ist Erfindergeist gefragt. Unsere Bundzwiebeln zum Beispiel sind diesmal auf einem Äckerchen etwas ab vom Schuss und ohne Wasseranschlussmöglichkeit. Ein Beregnungsfahrzeug wurde eigens für sie entwickelt und zusammengebaut. Nun denn, es hat prima funktioniert 😊 Ansonsten wird hier derzeit viel Staub durch diverse Hackgeräte aufgewirbelt, die den Beikräutern den Garaus machen. Konkurrenzgehabe um Wasser auf dem Acker ist gerade nicht zielführend.

Auch bepflanzt, besät und mittlerweile an die Pächter übergeben, wurde unser Saisongarten. Dort funktioniert das alles ein bisschen anders, weil es extrem kleine Einheiten sind. Dafür haben wir noch unsere alten Maschinen – teilweise selbst zusammengezimmert und nicht wirklich bequem, aber immer noch besser, als alles mit der Hand zu pflanzen. Für Kurzentschlossene gäbe es noch die Möglichkeit, eine 40 m²-Parzelle zu ergattern (ohne Erdbeeren, 160€ für diese Saison). Infos hier: https://www.bio-ackerlei.de/ackerlei-ueber-uns/saisongarten

Unsere Baustelle hat große Fortschritte zu verzeichnen und ist nun auch den weithin sichtbaren Kran endlich los. Das Gebäude ist so gut wie fertig gestellt; fehlt noch etwas Putz an einigen Wänden und Fenster, Tore und Türen wären noch chic. Die Elektriker sind am Werk und wir warten auf die Kühlhausbauer. Mangels Inventar klingt es darin aktuell nicht nur wie in einer Kathedrale, auch die üblichen Bewohner nisten bereits. Wir interpretieren das mal noch als Zeichen des Friedens und Segens – solange dort kein Alltag eingezogen ist😉

Der Frühling bringt traditionell diverse Veranstaltungen mit sich. So waren wir vertreten auf der Fachmesse für regionale und kulinarische Verbindungen, initiiert vom House of Food Frankfurt und organisiert in Kooperation mit der MGH Gutes aus Hessen GmbH. Hier kamen Erzeuger, Verarbeiter und Akteure der Außer-Haus-Verpflegung zusammen, um sich zu vernetzen und neue Wege der Zusammenarbeit zu beschreiten. Ein Ergebnis dieser „Topf-sucht-Deckel“-Messe findet ihr demnächst in unseren Regalen: die Getränke von Wiesenkiez aus Fulda. Sie sind der Meinung, dass Vollkommenheit erreicht ist, wenn man nichts mehr entfernen kann: Zucker, Zusatzstoffe und Plantagenobst suchst du bei Wiesenkiez vergebens! Dafür gibt´s ganz viel Streuobstliebe. Die Streuobstwiese ist mit bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten bunter als jeder Kiez. Ein Lebensraum für schrille Vögel, Mauerblümchen, Langschläfer und fleißige Schwarmarbeiter. Mit dieser Vielfalt an Leben zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen in Europa! Wiesenkiez erhält und fördert diesen Lebensraum.
Von der Limo bis zu Cider und Bier haben wir die Produkte für euch durchgetestet und finden, dass auch in diesem Fall regional die 1.Wahl ist! Probiert selbst.

Ein Mutter-Tochter Ausflug führte Judit und mich auf die Bioland-Direktvermarkter-Exkursion nach NRW. Dort durften wir fünf spannende Bioland-Betriebe kennenlernen, die ihre Produkte alle überwiegend direkt vermarkten. Solche Tage sind voll bis zum Rand, mega-interessant und insofern gefährlich, dass sie viel Potenzial für neue Ideen bergen. Schön war´s!

Philipp durfte den Landfrauen des Main-Kinzig-Kreises eine Betriebsführung geben und letztes Wochenende haben wir am Frühlingsmarkt der Stadt Bruchköbel teilgenommen. Wichtige Heimspiele für uns und eine gute Gelegenheit für tolle Gespräche.

Wer nun auch gerne in den Genuss der regionalen Verbindungen kommen will und die Wiesenkiez-Getränke probieren möchte, eine kleine Exkursion zumindest auf einen Betrieb machen möchte und die Gelegenheit für tolle Gespräche plus gutes Essen schätzt, der sollte am 09.Mai zu uns kommen! Auch ein Workshop für Muttertagsherzen mit Bio-Blumen, ein Kräuter-Workshop und ein Angebot für Kinder erwartet euch. Um ca. 13 und 15 Uhr bieten wir Betriebsführungen an, es wird einen Jungpflanzenverkauf geben, der Kapellenhof kommt mit seinem gefüllten Eiswagen und der Hofladen hat bis 18 Uhr geöffnet. Kommt gerne mit dem Fahrrad oder zu Fuß und bringt Picknickdecken und Geschirr mit (wir haben aber auch Sitzgelegenheiten und Geschirr da😉).

Langsam aber sicher nimmt die Liste der Produkte aus unserem eigenen Anbau wieder Fahrt auf! Schlangengurken, sieben Sorten Tomaten, alle Blattsalate, Babyleaf, Radieschen, Schnittlauch sind die Neuzugänge der letzten Zeit. Bald kommen Bundzwiebeln, Mangold, Fenchel und Spinat dazu. Auch in der näheren Umgebung wird schon fleißig geerntet. Allen voran Spargel, Mangold, Spinat, die ersten Erdbeeren und Rhabarber. Broccoli, Blumenkohl, Stängelkohl und Kohlrabi ist ihnen auf den Fersen. Der Süden grüßt bereits mit Vorboten aus der Rubrik Steinobst: Nektarinen, Pfirsiche, Aprikosen, Mispeln - zugegeben noch recht säuerlich im Abgang.
Wer die Versorgung lieber selbst sicherstellen möchte, findet in den nächsten Wochen vielerlei Pflanzen, Kräuter und Saatgut in den Hofläden. Alles natürlich biozertifiziert.

Nun, Frühling macht Spaß, fordert heraus, lockt uns vor die Tür und beschenk uns auch mit tollen Farben, Sonnenschein und Eis! High Energie? Ja, bitte!

Rebekka Zell für das Ackerlei-Team

Wir sind auch dabei 😊
28/04/2026

Wir sind auch dabei 😊

Der Frühlingsmarkt Bruchköbel rückt näher: Am Sonntag, 3. Mai, 11 bis 18 Uhr, wird es rund um das Stadthaus wieder bunt!

Und in diesem Jahr gibt es auch im Stadthaus beim frühlingshaften Kunsthandwerkermarkt einiges zu entdecken. Komm vorbei und finde das perfekte Geschenk!

Beim Kunsthanderwerkmarkt dabei sind: , Horst Knoth mit Unikaten aus Feuewehrschläuchen, Marita Reimann mit selbstgemachter Mode, Reiner Dumke mit Upcycling Taschen, Isas Masche .masche mit gehäkelten Kinder-Deko-Artikeln, Nicole Heerdt mit Schmuck und Accessoires, Manuela Gerlach mti Acrylbildern auf Holz, Glitzer Schnitzer mit Schmuck und Deko, mit Seifen und Kerzen und vielem mehr, Jennifer Ricker mit Geschenkideen, Anke Lingertat mit upgecyelten Journals, Lesezeichen, Stiftehalter, Sinah Zunke mit Schmuck, HerzLicht mit Kerzen und Keramik, Sabine Axmann mit bemalten Accessoires und Deko, Jasmin Baum mit Dekoartikeln, Art by Anitka mit Gussfiguren und Blumen aus Keramik, Familie Bathon mit Dekoartikeln, Patrica Körner mit selbstgenähten Artikeln sowie Schätze aus Holz mit Figuren, Schildern und Geburtstagstellern.

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Nichts für Langschläfer             Hoffentlich haben alle Gärtner ausgeschlafen! Es geht rund – und das nicht nur mal e...
27/03/2026

Nichts für Langschläfer

Hoffentlich haben alle Gärtner ausgeschlafen! Es geht rund – und das nicht nur mal eben diese Woche. Alles – von der Schnecke bis zum Traktor - ist in Bewegung, denn es gilt, die schönen Tage auszunutzen. Endlich ist es trocken genug gewesen, um die Bodenbearbeitung zu erledigen. Die verschiedenen Pflanzmaschinen sind fast tagtäglich im Einsatz um Fenchel, Bundzwiebeln, Kräuter, Salate, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl, Rotkohl, Spitzkohl und Mangold in die Erde zu bringen. Die bekommen dann erstmal alle noch ein schützendes Vlies aufgelegt, denn es wird ja sicherlich nochmal frisch um die zarten Blättchen in den kommenden aprilligen Wochen. Sämaschinen gibt es bei uns auch in den verschiedensten Ausführungen. Das hat den guten Grund, dass wir immer noch an unserer Vielfalt festhalten und gerne viele verschieden Gemüse aus unserem eigenen Anbau anbieten möchten. Hin und wieder sorgt das schon für Diskussionen, denn wir müssen mittlerweile ganz schon viel rechnen, damit wir das nötige Geld erwirtschaftet bekommen. Viele Kulturen bedeutet eben unter anderem auch mehr Planung, viele verschiedene Gerätschaften, komplexere Abläufe, mehr benötigtes Fachwissen,… Gesät wird nun Spinat, Radieschen, Bundzwiebeln, Möhren und Kleegras. Die Frühkartoffeln stecken zum Teil schon in der Erde, aber viele stehen noch hier herum und bilden fleißig Keime.

Unser Pflanzen-Projekt für die Lernenden ist weiter vorangeschritten. Die Tomaten werden nun in Töpfe umgepflanzt, so dass sie genug Platz haben für ihr Wurzelwerk.

Wir dürfen aber auch schon ernten! Im Gewächshaus sind die Schlangengurken soweit. Bei uns im Hofladen bekommt ihr übrigens auch die kreativ gewachsenen und krummen Exemplare, die manchmal kleine Macken haben, aber eben nicht ins handelsübliche Verkaufsraster passen. In den Folientunneln wächst Babyleaf, Asiasalat, Rucola und der Salatmix. Draußen ernten wir Schnittlauch, Spinat und immer noch die Überlebenden des Winters: Lauch, Wirsing und etwas Grünkohl.

Und es gibt noch mehr gute Nachrichten: Die Metzgerei auf Hofgut Patershausen hat nun endlich die benötigte Zulassung bekommen und die Produktion aufgenommen! Wir freuen uns riesig darüber, denn die gute Hausmacher Wurst hat uns sehr gefehlt und regionaleres Fleisch ebenfalls. Eigenes Fleisch können wir zwar noch nicht anbieten. Das wird leider noch länger dauern. Nun gibt es aber wenigstens die eine Grundlage dafür schonmal wieder, nämlich die Bio-Metzgerei in der Nähe. Natürlich muss sich dort mit dem neuen Team erstmal alles einspielen und manches noch gelernt werden. Die Rezepturen sind jedoch die altbekannten. Wir bieten an, was wir bekommen können und beginnen mit Mettwürstchen/ Knacker vom Schwein und Rind, Leber- und Blutwurst, Rote Wurst, Bratwurst sowie Fleisch- und Gelbwurst.
Auf Patershausen ist kürzlich der Biergarten wieder an den Start gegangen. Sonntags ist dort von 11-17.30 Uhr geöffnet. Hier kann die Bratwurst direkt vom Grill getestet werden. Außerdem gibt es aktuelle Infos vom Hofgut jetzt auch auf Instagram.

Wir wollen auch gerne den Grill rausholen! Jetzt vor Ostern haben wir das zeitlich leider nicht geschafft, daher bitte schonmal den 09.Mai reservieren für einen Ausflug zu unserem Hofladen nach Oberissigheim. Angrillen mit Workshops, Jungpflanzenverkauf, Betriebsführung, … weitere Info´s folgen.
Ostern ist noch ein gutes Stichwort! Wir haben wie immer, wenn Feiertage uns den Alltag sprengen, andere Öffnungszeiten in der Osterwoche und verschobene Lieferungen und Markttage. Die Ökokistenkundschaft bekommt die Infos direkt per Mail, der Wochenmarkt in Bischofsheim am Karfreitag wird auf den Gründonnerstag vorverlegt, am Mittwoch und Samstag sind wir in Hanau wie immer und die Hofläden in Seligenstadt und Bruchköbel haben wie folgt geöffnet:
Mo. 30.03. geschlossen
Die. 31.03. 9-18.30 Uhr
Mi. 01.04. 9-18.30 Uhr
Do. 02.04.09-18.30 Uhr
Fr. 03.04. geschlossen
Sa. 04.04. 9-14 Uhr

Unser Ostersortiment ist erhältlich solange der Vorrat reicht: https://www.ackerlei.de/produkte/Ostern/ostern

Ab sofort gibt es auch Grüne Soße in Bioland-Qualität direkt aus Frankfurt-Oberrad von der Gärtnerei Maingrün - ebenfalls nur solange es die entsprechenden Kräuter gibt.


Wir haben außerdem neue regionale Produkte im Regal!
Nanetta Ruf von der Konditourei aus Steinfurt liefert uns Rosenprodukte – hergestellt aus und mit den Rosenblüten der Bioland-Rosenschule Ruf. Mit ihrem zur mobilen Konditorei ausgestatteten LKW fährt sie landwirtschaftliche Betriebe an, und fertigt vor Ort Spezialitäten an, wie z.B. Gebäck, Marmeladen, Sirup und Eierlikör. Mehr Infos unter www.konditourei.de
Unser Sortiment wurde nun ergänzt um allerhand Rosiges – vom Rosenblütentee, über verschiedenen Aufstriche bis zum Rosenblütenessig. Auch sehr gut geeignet als Geschenk oder Mitbringsel zu Ostern oder Muttertag. Wir haben den Rosenblütenaufstrich mit Vanille gleich mal in einer Mascarponecreme getestet. Mega!

In den letzten Wochen waren wir gedanklich immer mal wieder etwas in der Vergangenheit unterwegs. Mit unseren Mitarbeitenden haben wir ein bisschen gefeiert, dass es Ackerlei nun schon seit drei Jahrzehnten gibt! Thomas hat uns mitgenommen auf eine kleine Zeitreise von 1996 bis heute. Ich war zwar selbst dabei, aber irgendwie fühlt man sich schon ganz schön retro, wenn man diese alten (Papier-) Fotos sieht! Im Zeitraffer ist es schon der Wahnsinn, was in diesen Jahren entstanden ist. Wir sind einfach sehr, sehr dankbar für alles und für jeden, der sich hier mit eingebracht hat und fühlen uns sehr beschenkt und gesegnet.

Nun wünschen wir allen eine schöne Osterzeit und grüßen mit unserer neuen Hoffnungsgeschichte!

Rebekka Zell für das Ackerlei-Team

P.S. Vor-Ostern-Überraschung auf der Wiese: Plötzlich ist ein Lamm da, obwohl wir alle dachten, der etwas mickrige Bock hätte nichts zustande gebracht. Nach Äußerlichkeiten kann man halt nicht immer gehen 😊 Nun haben wir eine Hilda - putzmunter, kräftig und echt hübsch!
Und ´nen Vogel haben wir auch…

Gude, Frühlingsluft!     Tschö, Frau Holle! Und plötzlich tritt man morgens zur Tür raus und stellt fest: Uuii, es riech...
25/02/2026

Gude, Frühlingsluft!

Tschö, Frau Holle! Und plötzlich tritt man morgens zur Tür raus und stellt fest: Uuii, es riecht nach Frühling. Das war hier so vor etwa zwei-drei Wochen. Vor einer Woche hörte man besser auf die Omma und lies das Unnerhemd an: der Wind war gefühlt sibirisch und es war wieder alles schneeweiß. Gestern ist ein Regentag gewesen, aber die Wetter-App behauptet, dass dies der letzte war für die nächste Zeit. Wir haben auch ehrlich gesagt grad genug vom Matsch und unser Baustellenbestimmer hat allen Mut beeinander gekratzt und den Beton für die Bodenplatte geordert. Das wäre schon richtig bescheiden, wenn´s da reinregnen würde…

Wir wollen Frau Holle auf keinen Fall ihre Berechtigung und ihre Dekorationskünste absprechen… Wirsing, Grünkohl und Lauch haben allerdings genug vom Wechselbad der Temperaturen und signalisieren dies deutlich mit faulenden Stellen und schwenken gelbe Blätter. Das macht die Ernte mühsam und unwirtschaftlich. Ehepaar Storch ist übrigens auch der Meinung, dass es lange genug kalt war und stapft demonstrativ futterfindend über den Acker – man sieht´s nicht direkt, aber sie haben noch die dicken, gestrickten Ringelsocken an 😉
Viele Knollen und Wurzeln wünschen sich ebenfalls den Frühling herbei und beginnen ihm entgegen zu wachsen. Die Kartoffeln keimen fröhlich vor sich hin – letztes Jahr um diese Zeit lagen die ersten frühen Sorten schon in der Erde. Auch die Grundbodenbearbeitung hat bei uns bisher fast nicht stattgefunden, weil es einfach viel zu nass ist und teilweise das Wasser noch auf den Felden steht. An dieser Stelle ist Geduld gefragt. Auch für die, deren grüner Daumen schon mächtig juckt.

Im geschützten Rahmen der Folientunnel haben wir begonnen einige Salate zu pflanzen. Hier ernten wir auch jetzt unseren Wintersalatmix aus Rote Bete-Blättern, Barbarakraut und Postelein – eine kleine Verlängerung für die heimische Wintersalat-Saison, die demnächst zu Ende geht, wenn der letzte Feldsalat und Zuckerhut verspeist ist.

Da wir nur sehr begrenzt Jungpflanzen selbst anziehen können, haben wir für unseren Auszubildenden und unsere Jahrespraktikantin ein kleines Projekt gestartet, damit sie auch praktisch was lernen zum Thema Säen und Anzucht. Hier war Thomas der Erklärbär und die Palette wurde zur Tafel. Einige Tomatenpflanzen und viele verschiedene Blumen für den Saisongarten und Hofladen wurden von Hand ausgesät, um später zum Teil pikiert und in Töpfe, bzw. auf ein Blumenfeld gepflanzt zu werden. Wenn´s was wird, wird´s bunt!
Apropos grüner Daumen… laut Kalender ist ja noch Winter, aber es gibt ein paar Vorbereitungen, die man nun schon treffen kann für einen gelingenden Start ins Gartenjahr. So haben wir für die Voranzucht schon Anzuchterde (nur im Hofladen) und diverse Saaten von Bingenheimer im Sortiment, außerdem Steckzwiebeln und Knoblauch.
https://ackerlei.de/produkte/suche/?term=saatgut

Irgendwann in der Geschichte wurde der Beginn des Frühlings mit dem Putzen verknüpft. Das haben wir nun davon: Fasten - und in der durch Nicht-Essen gewonnenen Zeit sollten wir den Frühlingsputz erledigen. Eigentlich ein plausibles Konzept auf einigen Ebenen, wenn man sich nur mal aufraffen könnte. Diejenigen, die das schaffen, können wir sehr gerne unterstützen mit diversen Fastengetränken und Tees, sowie ökologischen Putzmitteln für alle Fälle und Brillenstärken.
https://www.ackerlei.de/produkte/fasten/fastenzeit
https://www.ackerlei.de/produkte/criteria/waschrei/0/wasch-reinigungsmittel

Den Winter vertrieben haben wir bereits im Gewächshaus. Dort wurden nach und nach alle drei Abteile mit Mistkompost eingestreut und das Ganze dann oberflächlich eingearbeitet. Die Wände sind strahlend blank gewienert worden, die Heizungsrohre durften sich schonmal warmlaufen, um den Boden aufzuheizen und dann wurde für jede Pflanze ein hübsches Loch gebohrt. Zuerst sind dann die verschiedenen Tomatensorten angekommen, bekamen ihr Zimmer zugewiesen, ihre Wasser-Versorgungsschläuchlein gelegt und ihre Stützschnur angeclipst. Kurz danach haben wir das Spiel mit den Gurkenpflanzen wiederholt. Nun ist das Haus voll und bisher ist die Stimmung sehr wachsfreudig und die ersten Blüten präsentieren sich auch schon. Mit den Pflanzen – und teilweise schon früher – sind auch wieder Nützlinge im ganzen Haus verteilt worden, die sich gleich um ungebetene Gäste kümmern, sollten die sich einschleichen. Zu dieser Lebensgemeinschaft gehören ebenfalls einige Hummelvölker. Ihre Zuständigkeit ist die Befruchtung der Blüten. Wir rechnen mit den ersten eigenen Gurken Mitte/ Ende März und die Tomaten können wir voraussichtlich ab Ende April vorsichtig einplanen 😊

Kaum zu übersehen ist der riesige Baukran, der nun schon ein halbes Jahr lang den Blick aus unserem Bürofenster dominiert. Es hat ja leider sehr lange gedauert, bis er als solcher aktiv werden durfte. Den ganzen Herbst über wurde er überwiegend von Vö**ln als Flughafenterminal genutzt. Aber mittlerweile schweben fast täglich schwerwiegende Elemente durch die Lüfte, um zu einem sinnvollen Puzzle zusammengesetzt zu werden. Beeindruckend war der Aufbau der großen Betonpfeiler für unsere zweite Halle.
Kleiner Fun-Fact am Rande: Auf Baustellen in Deutschland müssen Dixi-Klo´s von Oktober bis März beheizt sein – dieses Gesetz und ein paar mehr kennen wir nun auch, dank einem Besuch der Bau-Berufsgenossen!

So langsam nimmt das Jahr also Fahrt auf und mit dem hellen Grün kehren die Kraniche und auch die Hoffnung auf ein gutes Gemüsejahr wieder zurück. Auf gute Hoffnung im zweiten Anlauf setzen Biggi und Noname: der Hoffnungsgeber und Samenspender heißt Schwarzenegger und führt nun aus, was sein Vorgänger nicht vollbringen konnte – heute aber erstmal Picknick, weil´s Wetter grad so schön ist! (Die Lämmer gibt’s dann vermutlich ein paar Wochen später als üblich.)

Zarte Frühlingsgrüße aus Oberissigheim,
Rebekka Zell für das Ackerlei-Team

Adresse

An Der Landwehr 6
Bruchköbel
63486

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 18:30
Donnerstag 09:00 - 18:30
Freitag 09:00 - 18:30
Samstag 09:00 - 14:00

Telefon

06183800400

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