10/11/2025
Heute mal geschichtsbeladene Werbung, denn „wir“ sind 1150 geworden: am 10.11.875 wurde „Hamm“ als „in Villam Hamme“ in den Urbaren der Abtei Werden das erste mal urkundlich erwähnt. Einstmals eigener Stadtteil und aktuell ein Teil Fischlakens, ist er heute noch als u.a. als Hofname des Overhamms- und Mittelhammshofs erhalten und reichte einst vom heutigen Scheppener Weg (Hespermark) bis zum Moosbach (Hammermark).
Der Name selbst ist jedoch, als altsächsischer Ortsname wahrscheinlich älter als 1150 Jahre, bedeutet soviel wie „umzäuntes/eingehegtes Land“ und ist mit Wörtern wie Hagen, Hain und Heim, die sämtlich auf die gleiche urgermanische Wurzel Hām (≈ einschließen/behausen) zurückgehen, verwandt.
Jedenfalls ist unser „Hamm“ damit älter als die Heimat des englischen Fußballclubs Westham United, dessen Heimatort auf die von angelsächsischen Siedlern 958 benannte „Manor of Ham“ zurückgeht, die Stadt Birmingham (Ersterwähnung im Doomsday Book Wilhelms des Eroberers, 1086), und auch Hamm(-Westfalen), das erst 1226 durch die märkischen Grafen als Planstadt errichtet wurde.
Der Ehrlichkeit halber dürften 875 jedoch eher die Nachbarhöfe Overhamm- bzw Margref (früher Nederham) bestanden haben. Letzterer - vor 1400 in die drei Teile Margref, Bovermann und Fischer zerteilt - wurde flächenmäßig erst in den letzten Jahren, nach über sechs getrennten Jahrhunderten, im Rahmen des Mittelhammshofs vollends wiedervereinigt.
Auch wenn der Mittelhammshof selbst eher jung und hochmittelalterlich sein dürfte, begehen wir dieses inoffizielle Jubiläum mit selbstgemachter Rinderbouillon und frisch gereifter Salami von eigenen Tieren, die wir euch in den nächsten Tagen präsentieren werden und die im Hofladen und den Wochenmärkten erhältlich sind. 🍲🥄