30/04/2026
Warum klarer Honig nicht immer der bessere ist
Sie kennen das vielleicht: Sie öffnen ein Glas Honig aus dem Supermarkt und sehen eine klare, goldene Flüssigkeit – durchsichtig wie Bernstein, makellos glänzend.
Das sieht schön aus. Viele Menschen erwarten genau das.
Aber dieser Anblick erzählt eine Geschichte, die Sie kennen sollten.
Honig in seiner natürlichen Form ist nicht klar. Er ist trüb. Leicht wolkig. Manchmal fast milchig schimmernd.
Der Grund dafür sind Blütenpollen.
Wenn Bienen Nektar sammeln, bringen sie winzige Pollenpartikel mit ins Volk. Diese landen in der Wabe, im Honig, im Glas. Sie machen den Honig naturtrüb – und genau diese Pollen tragen einen großen Teil der wertvollen Inhaltsstoffe.
Enzyme, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe.
Klarer Honig wurde gefiltert. Oft unter Hitze. Die Pollen werden herausgepresst, der Honig wird durchsichtig – und verliert dabei einen Teil dessen, was ihn ausmacht.
Das ist nicht verboten. Es ist auch nicht gefährlich. Aber es verändert das Produkt.
Wir schleudern unseren Honig schonend aus den Waben, sieben grobe Wachsreste heraus – und lassen dann alles drin, was die Natur mitgegeben hat.
Deshalb sieht unser Honig anders aus. Naturtrüb. Cremig. Manchmal fast undurchsichtig.
Manche Kunden fragen beim ersten Mal nach, ob das so richtig ist.
Ja. Das ist Honig, wie er aus der Wabe kommt.
Ohne Filter. Ohne Hitze. Mit allem, was dazugehört.
Wenn Sie das nächste Mal ein Glas Honig öffnen – egal ob von uns oder woanders – schauen Sie genau hin.
Ist er klar? Oder trüb?
Die Antwort verrät Ihnen, was vorher damit passiert ist.
Kennen Sie den Unterschied zwischen gefiltertem und ungefiltertem Honig?