09/09/2026
Den folgenden Text habe ich jüngst bei einem Kollegen Handwerksmetzger gefunden - er trifft so oder doch zumindest sehr ähnlich auch auf uns zu:
„Wie in jedem Betrieb gab es personelle Veränderungen. Nicht jede Einstellung war ein Volltreffer, und einige Mitarbeiter haben sich beruflich neu orientiert. Insgesamt ist es uns aber immer gelungen, Menschen zu finden, die unsere Leidenschaft für das Fleischerhandwerk teilen und gerne in einem handwerklichen Umfeld arbeiten. Eine große Herausforderung sind allerdings die Kosten. Durch steigende Energiepreise, Speditionskosten, steigende Haltungskosten und Einkaufspreise unserer artgerecht gehaltenen Tiere, immer weiter steigende Lohn– und vor allem die immer höheren Lohnnebenkosten sowie alle im Zusammenhang mit der überbordenden Bürokratie entstehenden Kosten, um nur einige Positionen zu nennen, wird es für handwerkliche Betriebe immer schwieriger, wirtschaftlich zu arbeiten. Was all das den Betrieb tatsächlich kostet, muss zunächst erwirtschaftet werden – und idealerweise soll am Ende auch noch ein Gewinn übrigbleiben. Denn daraus werden dann die Rücklagen für außerordentliche Aufwendungen (Reparaturen, etc.) gebildet. Gerade als spezialisierte Handwerksmetzgerei stehen wir dabei unter erheblichem Preisdruck. Die Kosten lassen sich nicht beliebig an die Kunden weitergeben. Oft kann ich nicht den Preis verlangen, der die tatsächlichen Aufwendungen vollständig widerspiegeln würde.“
Wenn dann noch eine gewisse Kaufzurückhaltung dazu kommt, wird es zunehmend schwer, die handwerkliche Lebensmittelerzeugung unverändert aufrecht zu erhalten. Deshalb gilt aktuell mehr denn je: Wer auch morgen noch Wert auf die Qualität der Handwerksmetzgerei legt, wer auch morgen noch artgerechte Tierhaltung, Weidehaltung und völlig frei lebendes Wild aus eigener Jagd will, der muss heute in Betrieben wie unserem einkaufen.