13/12/2025
BENEFIZVERANSTALTUNG IN GRAFSCHAFT! 🙏
Moin zusammen, ich wünsche allen Menschen einen wundervollen Tag. 🙏❤🖖🌱👈
Für mich ist es Zeit auf dieses Jahr zurückzublicken. Eigentlich mache ich das für mich zur Wintersonnenwende, da wir aber noch eine letzte Veranstaltung in dieser Zeit haben - am 20.12.2025 in Grafschaft (Schmallenberg) auf dem heimeligen Adventsmarkt - resümiere ich für mich jetzt schon. :-)
Das Jahr war, wie die letzten Jahre auch, voller Herausforderungen. Schöne Augenblicke wechselten sich mit weniger schönen ab, das unterscheidet dieses Jahr nicht von vielen anderen der Vergangenheit.
Der Unterschied ist das Ergebnis. All das, was sich in der letzten Zeit andeutete, wird immer deutlicher. Viele Jahre, beinahe Jahrzehnte der Individualisierung, der Selbstoptimierung hin bis zu einem Massenphänomen, werden zunehmend gestoppt durch Vereinheitlichung und Regulierung.
Schon bilden sich, wie in finstersten Zeiten, wieder gesinnungsorientierte Gruppierungen, die sich hüben wie drüben in Stellung bringen. Niemand will zu den Verlierern gehören.
Ich trat an, für Allmende (gemeinschaftliche Nutzung von Ressourcen) und Tausch. Das ist gescheitert. Die Leute formieren sich. Eigene Mittel und Netzwerke werden auf Kompatibilität mit anderen überprüft. Die eigenen Vorteile stehen wieder im Vordergrund.
Wie immer, wenn die Angst umgeht? Oder ist es nicht vielmehr die Natur des Menschen und es zeigt sich in besonderen Zeiten?
Nichts ist überwunden. Allmende - am Pürzel. Ich hab, ich kann. Rücksicht und Fürsorge muss wirksam sein. Bestenfalls medienwirksam. Storytelling geht vor Wahrhaftigkeit oder sozialer Verantwortung.
Und wenn schon soziale Verantwortung, dann aber bitte auch wieder wirksam. Monetär (wie widerlich), medial, das eigene Netzwerk erweiternd. Still und damit besonders auffällig.
Ich bin enttäuscht - teilweise vom eigenen Umfeld - insgesamt von dieser Gesellschaft. Seht her: Es ist nicht der Kaptialismus, es sind nicht die Konstrukte - es sind die Menschen.
Und dennoch ist es wie immer. Dieser Satz "Ich habe mir etwas aufgebaut" zeigt doch nur: Mein Narrativ, meine Story, mein Netzwerk. Kein wahres Ich. Eine, auf den eigenen Vorteil ausgerichtete Geschichte - erfunden, unwahr aber wirkungsvoll.
Zieht man sie durch - blendet sie nahezu alle. Vielleicht sogar sich selbst.
Noch an all die Braintruster dort draußen, die jene nicht einmal mehr subtile Ausbootung anderer stormen; meine Mutter meinte ganz gelegentlich: Versündigt Euch nicht.
Aber Ihr habt Euch ja schon längst von dieser Abhängigkeit verabschiedet. Es ist wieder alles erlaubt - wie in der Anarchie.
Wir freuen uns auf Grafschaft. Ein wundervoller Ort, organisiert von tollen Leuten. Eilt herbei in Scharen.
Liebe Grüße und bis neulich
Ralf