06/09/2026
🌲 Die Hirschbrunft beginnt: Wenn der Wald röhrt
Der September bringt nicht nur den farbenfrohen Herbstbeginn, sondern läutet auch eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele des Jahres ein: die Hirschbrunft. In den Wäldern hallt nun das weithin hörbare, tiefe Röhren der Hirsche durch die Täler. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Phänomen, und warum findet es genau jetzt statt?
Was ist die Hirschbrunft und warum findet sie statt?
Als Brunft bezeichnet man die Paarungszeit der Paarhufer, zu denen auch das Rotwild gehört. Sie findet bei unseren heimischen Rothirschen im Spätsommer und Frühherbst (hauptsächlich im September und Oktober) statt.
Der biologische Rhythmus: Auslöser für den Beginn der Brunft ist die abnehmende Tageslichtlänge im Spätsommer. Sie steuert den Hormonhaushalt der Tiere.
Der Kampf um die Fortpflanzung: In dieser Zeit suchen die ansonsten eher getrennt lebenden Rudel die Nähe zueinander. Die starken Hirsche versuchen, ein Kahlwildrudel (weibliche Tiere) um sich zu versammeln und gegen Rivalen zu verteidigen. Das berühmte Röhren dient dazu, Rivalen einzuschüchtern und die Aufmerksamkeit der Tiere im Rudel auf sich zu lenken.
Das Ziel: Die Paarung im Herbst sorgt dafür, dass die jungen Kälber im darauffolgenden Frühjahr (Mai/Juni) geboren werden. Zu dieser Zeit gibt es in der Natur wieder reichlich frische, nahrhafte Nahrung, die das Muttertier für die Aufzucht benötigt.
Für die Hirsche ist die Brunft eine extrem kräftezehrende Phase: Sie kämpfen, wandern viel und nehmen in dieser Zeit kaum Nahrung zu sich. Sie zehren fast ausschließlich von ihren Fettreserven.
Natur genießen mit Respekt
Die Hirschbrunft ist ein faszinierendes Naturerlebnis, das uns die Ursprünglichkeit unserer Wälder zeigt. Mit ein wenig Rücksichtnahme und Respekt vor dem Lebensraum des Wildes können wir alle dazu beitragen, dass die Hirsche diese anstrengende Zeit ungestört überstehen.