B.E.W-Küche GenussKultur

B.E.W-Küche GenussKultur Genuss beginnt lange bevor er auf dem Teller liegt. Landwirtschaft, Herkunft, Lebensmittel & meine Küche - GenussKultur by BEW Kochen ist für mich Meditation!

Hier geht es um Kochen, Essen und Genießen. Neben Wein (beruflich) ist Kochen meine Leidenschaft geworden. Und das schon mal vorweg: ich bin Laie, kein Profi und Autodidakt. Ich habe Spass am Kochen und probiere gerne aus. Ich lerne immer wieder von meinen großen Vorbildern. Dazu gehören Johann Lafer genau so wie Johannes Guggenberger von Stuttgart Cooking. Einem guten Wein verschließe ich mich ni

cht und saisonal, regionales Food ist mir wichtig. Gerne darf es auch gute Ware aus dem Ausland sein, wie z.B. Mango und Papaya aus Südamerika. Ich bezeichne mich selbst als Flexitarier und esse gerne ab und an Fleisch und Fisch. Dabei ist für mich selbstverständlich, dass das Tier ein Leben vor dem Tod hatte. Respekt vor jeder Kreatur ist für mich ein MUSS! Ich verwende fast ausschließlich die Gewürze von Ingo Holland und bediene mich gerne feinstem Olivenöl. Momentan sind meine Favoriten Nico Psaltiras aus Griechenland sowie die Olivenöle von Berlich aus Istrien, Kroatien. Gute Freunde lade ich nicht mehr zum Essen ein, sondern zum Kochen. Und dazu kredenze ich immer wieder gerne einen guten Tropfen Wein. Gewagte Kombis sind da nicht selten. Gerne kombiniere ich Essen mit Wein. Gute Kochsendungen verschlinge ich!

Tag 28/365 – Hokkaido zwischen Spätsommer und HerbstDer Hokkaido ist für mich eines dieser Lebensmittel, an denen man de...
07/09/2026

Tag 28/365 – Hokkaido zwischen Spätsommer und Herbst

Der Hokkaido ist für mich eines dieser Lebensmittel, an denen man den Übergang der Jahreszeiten besonders schön erkennen kann.

Noch ist Spätsommer. Viele Tomaten, Pflaumen und andere Sommerprodukte sind noch da. Gleichzeitig beginnt bereits die Zeit der Kürbisse.

Der Hokkaido gehört zu den sogenannten Winterkürbissen, obwohl seine Ernte schon im Spätsommer beginnt. Seine feste Schale schützt ihn gut, und bei richtiger Lagerung kann er uns noch viele Wochen begleiten.

Was ich an ihm besonders mag: Die Schale kann mitgegessen werden. Das spart Arbeit und passt sehr gut zu meinem Gedanken, Lebensmittel möglichst vollständig zu verwenden.

Heute gibt es deshalb:

Hokkaido-Spalten aus der Heißluftfritteuse mit Pflaumen-Zwiebel-Topping und Kräuterquark

Für 2 Portionen:
* ca. 600 g Hokkaido
* 3–4 Pflaumen oder Zwetschgen
* 1 kleine rote Zwiebel
* 1 EL Rapsöl
* 150 g Quark
* etwas Naturjoghurt oder Mineralwasser
* Petersilie oder Schnittlauch
* 1 TL Honig
* 1 TL Apfelessig
* Salz
* Pfeffer
* etwas Thymian

Den Hokkaido halbieren, die Kerne entfernen und mit Schale in Spalten schneiden.

Mit Rapsöl, Salz, Pfeffer und etwas Thymian vermengen und bei etwa 185 °C für 15 bis 18 Minuten in der Heißluftfritteuse rösten.

Pflaumen in Spalten und die Zwiebel in feine Ringe schneiden. Beides kurz anbraten oder für die letzten Minuten mit zum Kürbis geben. Anschließend mit wenig Honig und einem Spritzer Apfelessig abschmecken.

Den Quark mit etwas Naturjoghurt oder Mineralwasser cremig rühren, Kräuter dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hokkaido auf dem Kräuterquark anrichten und mit Pflaumen und Zwiebeln servieren.

Ca. 350–400 kcal pro Portion
Ca. 2,50–3,50 € pro Portion, je nach Einkaufspreis

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nachkochen, einen genussvollen Spätsommertag und natürlich guten Appetit.

Tag 27/365 – BlumenkohlAm Sonntag stand ein Gemüse im Mittelpunkt, das für viele ganz selbstverständlich auf den Speisep...
07/09/2026

Tag 27/365 – Blumenkohl

Am Sonntag stand ein Gemüse im Mittelpunkt, das für viele ganz selbstverständlich auf den Speiseplan gehört: Blumenkohl.

Meinen Blumenkohl habe ich auf dem Heilbronner Wochenmarkt gekauft. Der Blumenkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist im Anbau durchaus anspruchsvoll. Er braucht einen gut versorgten Boden, ausreichend Wasser und eine möglichst gleichmäßige Entwicklung. Besonders während der Bildung des weißen Kopfes reagiert die Pflanze empfindlich auf Stress durch Trockenheit oder starke Schwankungen in der Versorgung.

Auch die Fruchtfolge spielt eine wichtige Rolle. Blumenkohl sollte nicht Jahr für Jahr auf derselben Fläche angebaut werden, weil sich bestimmte bodenbürtige Krankheiten und Schädlinge sonst stärker ausbreiten können. Für den Gemüsebau bedeutet das: planen, beobachten und den Boden langfristig im Blick behalten.

Was wir beim Blumenkohl essen, ist übrigens der noch nicht vollständig entwickelte Blütenstand der Pflanze. Würde man ihn nicht ernten, würden sich die einzelnen Bereiche weiter strecken und schließlich Blüten bilden.

Und auch in der Küche lohnt es sich, genauer hinzusehen. Nicht nur die weißen Röschen sind essbar. Der Strunk und zarte Blätter können ebenfalls verwendet werden.

Mein Rezept heute:
Blumenkohl „polnische Art“ aus der Heißluftfritteuse

Für 2 Portionen:

1 mittelgroßer Blumenkohl
2 Eier
30 g Semmelbrösel
20 g Butter
1 EL Rapsöl
2 EL gehackte Petersilie
etwas Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Muskat

Den Blumenkohl in größere Röschen teilen. Den Strunk schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zarte Blätter ebenfalls grob zerteilen.

Alles mit etwas Rapsöl, Salz und Pfeffer vermengen und bei 180 °C etwa 15 bis 18 Minuten in der Heißluftfritteuse rösten. Zwischendurch einmal wenden oder den Korb schütteln.

Währenddessen die Eier hart kochen und fein hacken. Die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel darin goldbraun rösten. Eier und Petersilie dazugeben und mit etwas Zitronensaft, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Mischung über den heißen Blumenkohl geben.

So entsteht aus einem einfachen Gemüse ein Gericht mit Röstaromen, etwas Biss und einer klassischen Kombination aus Ei, Butter und Bröseln.

Pro Portion liegt das Gericht bei ungefähr 350 bis 400 Kilokalorien. Je nach Marktpreis des Blumenkohls kostet eine Portion etwa 2,50 bis 3,50 Euro.

Für mich ist Blumenkohl wieder ein schönes Beispiel dafür, wie viel Landwirtschaft in einem Lebensmittel steckt, das uns im Alltag oft ganz selbstverständlich erscheint.

Boden, Wasser, Nährstoffversorgung, Fruchtfolge, Erfahrung und der richtige Erntezeitpunkt entscheiden mit darüber, was später auf unserem Teller liegt.

Lebensmittel – Mittel zum Leben

🎃 26/365 Tage deutsche LandwirtschaftButternut – Kürbis ist nicht gleich KürbisVor wenigen Tagen lag bei mir noch ein Ho...
05/09/2026

🎃 26/365 Tage deutsche Landwirtschaft
Butternut – Kürbis ist nicht gleich Kürbis

Vor wenigen Tagen lag bei mir noch ein Hokkaido auf dem Küchentisch. Heute bin ich auf dem Heilbronner Wochenmarkt wieder beim Kürbis gelandet – dieses Mal bei einem Butternut.

Und genau das gefällt mir an meinem Projekt „365 Tage deutsche Landwirtschaft“: Ein Produkt ist nicht einfach nur ein Produkt. Hinter dem Begriff Kürbis verbirgt sich eine erstaunliche Vielfalt an Arten, Sorten, Formen, Farben und Verwendungsmöglichkeiten.

Der Butternut gehört zu den Moschuskürbissen (Cucurbita moschata). Seinen Namen verdankt er seinem milden, leicht nussigen und beinahe buttrigen Fruchtfleisch. Auffällig ist seine Form: Der lange Hals besteht fast vollständig aus Fruchtfleisch, während sich die Kerne hauptsächlich im verdickten unteren Teil befinden. Das macht ihn in der Küche ausgesprochen ergiebig.

Beim Hokkaido können wir die Schale normalerweise mitessen. Beim Butternut ist sie zwar grundsätzlich essbar, kann jedoch recht fest bleiben. Für mein heutiges Gericht schäle ich ihn deshalb.

Für mich ist der Wochenmarkt dabei mehr als ein Ort zum Einkaufen. Hier sehe ich, was gerade angeboten wird, kann nach Herkunft und Anbau fragen und lasse mich davon inspirieren, was anschließend auf meinem Teller landet. Nicht der Speiseplan bestimmt meinen Einkauf – der Einkauf bestimmt mein Essen.

Mein heutiges Rezept

Hasselback-Butternut mit Apfel und Senf-Kräuter-Creme aus der Heißluftfritteuse

Für 2 Portionen brauche ich:

ca. 600–700 g Butternutkürbis
1 säuerlichen Apfel
1 kleine Zwiebel
1 EL Rapsöl
Salz und Pfeffer
etwas Thymian oder Rosmarin
150 g Naturjoghurt oder Quark
1 TL mittelscharfen Senf
etwas Zitronensaft
optional 20–25 g Walnüsse

Den Kürbis längs halbieren, die Kerne mit einem Löffel entfernen und den Kürbis schälen. Die Hälften mit der Schnittfläche nach unten legen und im Abstand von wenigen Millimetern einschneiden, ohne sie vollständig durchzuschneiden. Zwei Kochlöffelstiele rechts und links neben dem Kürbis helfen dabei.

Mit Rapsöl einreiben, mit Salz und Pfeffer würzen und bei 180 °C zunächst etwa 20 Minuten in der Heißluftfritteuse garen.

Währenddessen den Apfel in dünne Spalten und die Zwiebel in feine Streifen schneiden. Einige Apfelspalten anschließend vorsichtig zwischen die Kürbisscheiben stecken, Zwiebeln dazugeben und weitere 10–15 Minuten garen. Die genaue Zeit hängt von der Größe des Kürbis ab. Das Fruchtfleisch soll weich werden und an der Oberfläche leichte Röstaromen entwickeln.

Joghurt oder Quark mit Senf, Zitronensaft, Kräutern, Salz und Pfeffer verrühren. Den heißen Kürbis mit der Creme anrichten. Wer möchte, gibt zum Schluss einige gehackte Walnüsse darüber.

Was kostet mein Teller?
Das komplette Gericht kostet pro Person zwischen 1,75 € und 2,25 €

Energie
Je nach Joghurt oder Quark und der Verwendung von Walnüssen kommen wir auf ungefähr 350–450 kcal pro Portion. Ohne Walnüsse und mit Magerquark liegt das Gericht entsprechend niedriger.

Ich wünsche Euch mit diesem wunderbaren Gericht wie immer einen guten Appetit

🥬 25/365 Tage deutsche LandwirtschaftHeute: Weißkohl – oder Weißkraut, wie man hier im Süden auch sagt. Gestern war das ...
04/09/2026

🥬 25/365 Tage deutsche Landwirtschaft

Heute: Weißkohl – oder Weißkraut, wie man hier im Süden auch sagt. Gestern war das Rotkraut dran, heute liegt sein heller Verwandter in meiner Küche.

Und auch beim Weißkohl möchte ich zeigen: Kohl muss weder stundenlang schmoren noch automatisch zur Beilage werden. Heute bekommt er wieder die Hauptrolle und ist somit der Star auf meinem Teller.

🥬 Knuspriger Weißkohl mit Kartoffeln vom Vortag und Apfel aus der Heißluftfritteuse – dazu Senf-Joghurt

Zutaten für 2 Portionen:
ca. 500 g Weißkohl
ca. 400 g gekochte und gut gekühlte Kartoffeln vom Vortag
1 säuerlicher Apfel
1 kleine Zwiebel
1½ EL Rapsöl
½ TL Kümmel
Salz
schwarzer Pfeffer

Für den Senf-Joghurt:
150 g Naturjoghurt
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Honig
1 TL Apfelessig
Salz und Pfeffer

So geht's:

Den Weißkohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohl in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

Die Zwiebel in feine Spalten schneiden.

Weißkohl und Zwiebel mit etwa 1 EL Rapsöl, Kümmel, Salz und Pfeffer vermengen.

Bei 185 °C zunächst etwa 8 Minuten in der Heißluftfritteuse rösten.

Und dann kommen meine Kartoffeln vom Vortag dazu. Die kalten Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden, mit dem restlichen Rapsöl vermengen und unter den Kohl geben. Alles weitere 8–10 Minuten bei 185 °C rösten und zwischendurch vorsichtig durchmischen.

Den Apfel in dünne Spalten oder Würfel schneiden und während der letzten 4–5 Minuten dazugeben. So bekommt er etwas Wärme und Röstaroma, behält aber noch Struktur.

Für den Senf-Joghurt Naturjoghurt mit Senf, Honig und Apfelessig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Senf-Joghurt auf den Teller geben und den heißen gerösteten Weißkohl mit Kartoffeln und Apfel darauf verteilen.

📍 Herkunft Weißkohl:
Heilbronn

Warum Weißkohl über Generationen ein so wichtiges Lebensmittel war und was er mit Sauerkraut, Fermentation und unserer Esskultur zu tun hat, erzähle ich Euch heute bei BEW - Beate E. Wimmer - Mobil unterwegs https://www.facebook.com/bew.mobil/posts/pfbid0bqnGdePWLm8asgnsw71H8B89FnYgujDDXm3bPQumfBRdixU8qh4eRNJHdfcBErYrl

Was macht Ihr eigentlich mit übrig gebliebenen Kartoffeln vom Vortag?



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💜 24/365 Tage deutsche Landwirtschaft - Heute wird aus Rotkraut ein Hauptgericht!Ich bin noch immer im Heilbronner Land ...
03/09/2026

💜 24/365 Tage deutsche Landwirtschaft - Heute wird aus Rotkraut ein Hauptgericht!

Ich bin noch immer im Heilbronner Land unterwegs – und auch heute beginnt mein Essen nicht mit der Frage: *Was möchte ich kochen? Sondern mit der Frage: Was wächst jetzt, was bekomme ich aus möglichst regionaler Herkunft – und was kann ich daraus machen?

Heute fällt meine Wahl auf Rotkraut auf dem Wochenmarkt in Heilbronn gekauft. Daraus mache ich etwas, das mit dem klassischen, lange geschmorten Rotkraut nur noch wenig zu tun hat:

🍽️ Geröstete Rotkraut-Steaks mit Apfel, Feta und Walnüssen auf Senf-Joghurt - natürlich aus meiner eierlegenden Wollmilchsau - der Heißluftfritteuse.

Zutaten für 2 Portionen
💜 ca. 600 g Rotkraut
🍎 1 säuerlicher Apfel
🧀 100–120 g Feta
🌰 20–25 g Walnüsse
🥛 150 g Naturjoghurt
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Honig
1–1½ EL Rapsöl
1–2 TL Apfelessig
etwas Thymian
Salz und schwarzer Pfeffer

So geht's
Vom Rotkraut lediglich die äußeren oder beschädigten Blätter entfernen. Dann quer in etwa 2–2,5 cm dicke Scheiben schneiden.

Wichtig: Den Strunk nicht vollständig herausschneiden. Er sorgt dafür, dass die einzelnen „Steaks“ zusammenhalten. Die Scheiben vorsichtig mit Rapsöl bepinseln und mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian würzen.

Und ab in meine geliebte Heißluftfritteuse:
🔥 185 °C – zunächst 12 Minuten. Anschließend vorsichtig wenden und weitere 5–6 Minuten rösten. Ich möchte schöne Röstaromen an den Rändern, aber innen darf das Rotkraut durchaus noch etwas Biss haben.

Währenddessen den Apfel in kleine Würfel oder feine Spalten schneiden, den Feta zerbröseln und die Walnüsse grob hacken. In den letzten 3–4 Minuten Apfel, Feta und Walnüsse auf das Rotkraut geben und kurz mitrösten.

Für den Senf-Joghurt Naturjoghurt mit Senf, Honig und Apfelessig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Joghurt auf den Teller geben, das geröstete Rotkraut daraufsetzen und nach Belieben mit etwas Thymian oder Petersilie abschließen. Fertig 💜

💶 Kosten: etwa 2–2,75 € pro Portion
🔥 Energiewert: etwa 390–430 kcal pro Portion

Und genau das mag ich an meiner täglichen Reise durch die deutsche Landwirtschaft: Ein vertrautes Produkt – aber einfach einmal anders gedacht.

Übrigens: Warum ich hier im Südwesten von Rotkraut spreche, während anderswo Rotkohl oder sogar Blaukraut auf den Tisch kommt, und was das alles mit Tradition zu tun hat, das erzähle ich Euch heute drüben bei 👉 BEW - Beate E. Wimmer - Mobil unterwegs

Und jetzt interessiert mich noch: Wie esst Ihr Rotkraut am liebsten – ganz klassisch oder würdet Ihr meine gerösteten Rotkraut-Steaks ausprobieren?

Bitte denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!



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Aus B.E.W.-Küche wird GenussKultur ❤️❤️❤️ Vom Einkauf auf den Teller 🍅🥩🌽365 Tage deutsche Landwirtschaft – und was darau...
02/09/2026

Aus B.E.W.-Küche wird GenussKultur ❤️❤️❤️ Vom Einkauf auf den Teller 🍅🥩🌽

365 Tage deutsche Landwirtschaft – und was daraus in meiner Küche wird.

Ich bin mit meinem Wohnmobil unterwegs und schaue, was Felder, Höfe, Wochenmärkte und regionale Erzeuger gerade zu bieten haben.

Ich kaufe ein, frage nach der Herkunft und anschließend wird gekocht – in meiner kleinen Wohnmobilküche.

Gemüse und Obst genauso wie Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte oder Getreide. Regional und saisonal, wo immer es möglich und sinnvoll ist.

Dazu gibt es Rezepte, Warenkunde, Preise und Wissenswertes rund um unsere Lebensmittel.

Ohne Dogmen, dafür mit Neugier, Respekt und Wertschätzung für diejenigen, die unsere Lebensmittel erzeugen. Denn Genuss beginnt lange bevor er auf dem Teller liegt.

Boden | Handwerk | Herkunft | Begegnung | Verantwortung



Foto ©Barbara Schmitz, Düsseldorf

🌱 GenussKultur – Tag 22/365 | 2. September 2026Spitzkohl – ein heimisches Gemüse, das mehr Aufmerksamkeit verdientGester...
02/09/2026

🌱 GenussKultur – Tag 22/365 | 2. September 2026

Spitzkohl – ein heimisches Gemüse, das mehr Aufmerksamkeit verdient

Gestern hat der September bei mir mit Kürbis begonnen. Heute möchte ich einem Gemüse die Bühne geben, das deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt, obwohl Kohl seit Generationen zu unserer Landwirtschaft und Küche gehört: dem Spitzkohl.

Ich finde, gerade solche Lebensmittel gehören in meine „365 Tage deutsche Landwirtschaft“. Denn ich möchte nicht jeden Tag nach dem Außergewöhnlichen suchen. Mich interessiert genauso, was ganz selbstverständlich auf unseren Feldern wächst – und was wir daraus machen können.

Spitzkohl ist für mich dabei eine wunderbare Entdeckung. Er ist feiner und zarter als viele andere Kopfkohle und braucht gar keine schwere Sauce oder lange Garzeit. Deshalb kommt er heute bei mir in die Heißluftfritteuse. Kräftig geröstet, außen ein wenig knusprig und innen noch saftig. Dazu gibt es Apfel und Zwiebel sowie eine frische Senf-Kräuter-Creme.

Und hinter diesem vermeintlich einfachen Kohl steckt eine erstaunliche Geschichte: Pflanzenzüchtung und Sortenvielfalt. Denn Kohl zeigt besonders eindrucksvoll, was Menschen über viele Generationen aus einer Pflanzenart entwickelt haben. Bei den verschiedenen Kohlformen wurden jeweils andere Eigenschaften und Pflanzenteile durch Auswahl und Züchtung besonders ausgeprägt. So entstanden Gemüse, die auf den ersten Blick kaum noch miteinander verwandt erscheinen.

Für mich ist das ein weiterer Aspekt von Landwirtschaft, über den wir viel zu selten nachdenken: Unsere Lebensmittel sind nicht einfach irgendwann entstanden. In vielen von ihnen stecken Generationen von Erfahrung, Auswahl und züchterischer Arbeit.

🥬 Mein heutiges Rezept: Gerösteter Spitzkohl mit Apfel & Senf-Kräuter-Creme

Für 2 Portionen brauche ich:

* ca. 500–600 g Spitzkohl
* 1 säuerlichen Apfel
* 1 mittelgroße Zwiebel
* 1–1½ EL Rapsöl
* Salz und Pfeffer
* etwas Kümmel nach Geschmack
* 150 g Quark oder griechischen Joghurt
* 1 TL mittelscharfen Senf
* etwas Zitronensaft
* frische Petersilie oder Schnittlauch
* optional einige Walnüsse

Den Spitzkohl lasse ich am Strunk zusammen und schneide ihn in etwa vier kräftige Spalten. Mit wenig Rapsöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Bei 185 °C etwa 12–15 Minuten in der Heißluftfritteuse rösten. Nach etwa der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden.

Apfel und Zwiebel in Spalten schneiden und für die letzten 6–8 Minuten mit in die HLF geben. Dabei immer wieder kontrollieren – der Kohl soll deutliche Röstaromen bekommen, aber nicht verbrennen.

Für die Creme Quark oder Joghurt mit Senf, Zitronensaft und reichlich Kräutern verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf dem Teller kommt die Senf-Kräuter-Creme unter oder neben den heißen Spitzkohl. Apfel und Zwiebeln dazugeben und, wenn vorhanden, ein paar grob gehackte Walnüsse darüberstreuen.

Der Kontrast gefällt mir besonders: warmer, leicht süßlicher Kohl, säuerlicher Apfel, etwas Schärfe vom Senf und die frische Creme.

Energiewert: etwa 400–450 kcal pro Portion mit Quark und Walnüssen; ohne Walnüsse entsprechend weniger.
Kosten: ungefähr 2,50–3,50 € pro Portion, abhängig von Einkauf und Zutatenbestand.

Und denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!

🌱 21/365 Tage deutsche Landwirtschaft🎃 Kürbis, Kartoffel & Apfel – wenn der Spätsommer langsam nach Herbst schmecktDer S...
01/09/2026

🌱 21/365 Tage deutsche Landwirtschaft

🎃 Kürbis, Kartoffel & Apfel – wenn der Spätsommer langsam nach Herbst schmeckt

Der September beginnt – und langsam verändert sich auch das Angebot aus unserer Landwirtschaft. Noch ist der Sommer nicht vorbei, aber die ersten kräftigen Herbstboten sind längst da. Einer davon ist kaum zu übersehen: der Kürbis.

Genau diesen Übergang möchte ich heute auf meinen Teller bringen. Hokkaido, Kartoffeln und Apfel – drei heimische Produkte, die wunderbar zeigen, wie Spätsommer und Frühherbst ineinander übergehen. Und nachdem Feta in meiner Küche in den vergangenen Wochen ziemlich häufig zu Gast war, bleibt er heute ganz bewusst draußen. 😄 Denn regional und saisonal zu kochen bedeutet für mich auch, die Vielfalt unserer Lebensmittel tatsächlich zu nutzen.

Heute gibt es deshalb knusprige Hokkaido-Kartoffel-Rösti aus der Heißluftfritteuse mit Apfel-Senf-Schmand.

Für zwei Portionen brauche ich
etwa 300 g Hokkaido
250 g Kartoffeln
eine kleine Zwiebel
ein Ei
1–2 EL feine Haferflocken oder etwas Speisestärke
nach Belieben Salz, Pfeffer und Muskat
sowie wenig Rapsöl

Für den Dip nehme ich
150 g Schmand oder saure Sahne
einen halben säuerlichen Apfel
1 TL Senf
etwas Zitronensaft
frische Kräuter.

Hokkaido waschen, entkernen und grob raspeln – die Schale darf dranbleiben. Kartoffeln ebenfalls raspeln und anschließend gut ausdrücken. Zwiebel fein schneiden und alles mit Ei und Haferflocken vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, kleine flache Rösti formen und ganz leicht mit Rapsöl bepinseln. In meiner Heißluftfritteuse werden sie bei 190 Grad etwa 15–18 Minuten knusprig; nach ungefähr der Hälfte der Zeit wende ich sie.

Für den Dip den Apfel fein würfeln oder raspeln, sofort mit etwas Zitronensaft vermengen und mit Schmand, Senf und frischen Kräutern verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig.

Und während die Rösti in der Heißluftfritteuse knusprig werden, beschäftigt mich heute noch ein anderer Gedanke: Saisonalität endet nicht mit der Ernte. Gerade der Kürbis zeigt sehr schön, welche Bedeutung die Lagerfähigkeit eines Lebensmittels hat. Gut ausgereifte und unbeschädigte Winterkürbisse können richtig gelagert noch lange nach ihrer Ernte gegessen werden.

Vorratshaltung war über Generationen ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Ernährung. Heute können wir praktisch jederzeit alles kaufen – und vielleicht haben wir deshalb ein wenig aus dem Blick verloren, welchen Wert Lebensmittel besitzen, die uns über Wochen und Monate versorgen können.

Ich kaufe Lebensmittel, und ich benutze dieses Wort ganz bewusst: Mittel zum Leben. Dahinter stehen Boden, Saatgut, Wetter, Wissen, Arbeit, Ernte und schließlich auch die richtige Lagerung. Je mehr ich mich auf meiner Reise durch die deutsche Landwirtschaft damit beschäftige, desto bewusster wird mir, wie viel hinter einem vermeintlich einfachen Lebensmittel steckt. Heute liegen gleich mehrere davon auf meinem Teller: Kürbis, Kartoffel und Apfel – ein kleiner Vorgeschmack auf den Herbst.

💶 Kosten: etwa 2,50–3,50 € pro Portion
🔥 Energiewert: etwa 500–550 kcal pro Portion

Und denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!

🌽 20/365 Tage deutsche LandwirtschaftZuckermais – ein Stück Spätsommer auf dem TellerWenn ich derzeit durch die Landscha...
31/08/2026

🌽 20/365 Tage deutsche Landwirtschaft

Zuckermais – ein Stück Spätsommer auf dem Teller

Wenn ich derzeit durch die Landschaft fahre, komme ich an Mais kaum vorbei. Die hohen Pflanzen prägen vielerorts unsere Felder.

Aber ACHTUNG: Mais ist nicht gleich Mais! Was wir jetzt auf den Feldern sehen, ist in aller Regel nicht der Mais, den wir als Kolben auf den Grill oder in die Heißluftfritteuse legen.

Ein Blick auf die Zahlen macht das deutlich: Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wuchs 2025 in Deutschland auf rund 1,96 Millionen Hektar Silomais und auf knapp 490.000 Hektar Körnermais. Zuckermais dagegen wurde lediglich auf rund 2.120 Hektar angebaut. Bezogen auf diese Maisflächen entspricht das gerade einmal rund 0,1 Prozent.

Der frische Maiskolben auf unserem Teller ist also tatsächlich die große Ausnahme.

Warum? Zuckermais ist eine andere Nutzungsform des Maises. Seine Körner enthalten mehr Zucker und er wird geerntet, solange sie noch zart und saftig sind. Wartet man zu lange, verliert er genau das, was ihn so besonders macht. Und jetzt, Ende August, ist seine Zeit.

Die meisten von Euch wissen inzwischen, was für mich hinter meinen 365 Tagen deutsche Landwirtschaft steht: Nicht zuerst überlegen, was ich kochen möchte, sondern schauen, was unsere Landwirtschaft gerade hervorbringt.

Besonders spannend wird es für mich, wenn ich mit den Produzenten ins Gespräch komme oder ihnen direkt bei der Arbeit zuschauen kann. Zu erfahren, wie etwas angebaut wird, wann der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen ist und wie viel Arbeit darin steckt, verändert auch meinen Blick auf das Lebensmittel. Denn Genuss beginnt lange bevor er auf dem Teller liegt.

🌽 Mein kulinarischer Tipp für heute: Gerösteter Zuckermais mit Kräuterbutter, Feta & Tomaten

Die Tomaten habe ich am Samstag in ihrer ganzen Vielfalt direkt auf dem Wochenmarkt gekauft. Zusammen mit dem süßlichen, gerösteten Mais, der Kräuterbutter und dem leicht salzigen Feta entsteht daraus tatsächlich eine kleine Aromenexplosion.

Für 2 Personen

2 frische Zuckermaiskolben
250 g aromatische Tomaten
80 g Feta
20 g Butter
1 kleine Knoblauchzehe
Petersilie oder Schnittlauch
etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

So mache ich es:
Die Maiskolben dünn mit etwas Butter bestreichen und in der Heißluftfritteuse bei 190 °C etwa 14–18 Minuten rösten. Zwischendurch mehrmals drehen. Sie dürfen ruhig ein paar schöne braune Stellen bekommen, denn die sorgen für zusätzliche Röstaromen.

Die restliche weiche Butter mit fein gehackten Kräutern, etwas Knoblauch und Zitronenabrieb vermengen.

Die Tomaten schneiden, leicht salzen und auf dem Teller anrichten.

Den heißen Mais mit der Kräuterbutter bestreichen, den Feta darüber bröseln und zusammen mit den Tomaten servieren. Wer mag, gibt zum Schluss noch einen Spritzer Zitronensaft oder etwas frischen Zitronenabrieb darüber.

💶 Preis:
Etwa 3,50–4,50 € für zwei Personen, abhängig davon, wo Ihr Mais, Tomaten und Feta kauft.

Meine Erfahrung ist: Direkt beim Produzenten einzukaufen, lohnt sich häufig gleich mehrfach. Ich bekomme dort Lebensmittel, die oft erst kurz zuvor geerntet wurden – und vor allem kann ich nachfragen: Woher kommt es? Wie wurde es angebaut? Wann wurde es geerntet? Genau diese Nähe zum Erzeuger gehört für mich zur GenussKultur dazu.

🔥 Energiewert:
ungefähr 400 kcal pro Person

Ein einfaches Essen mit wenigen Zutaten. Und gerade deshalb kommt es darauf an, welche Qualität diese Zutaten haben und woher sie kommen.

Mein Tipp für heute: Schaut auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen nach Zuckermais aus regionalem Anbau. Und fragt ruhig einmal nach, wann er geerntet wurde.

Denn nach der Ernte wird ein Teil des Zuckers nach und nach in Stärke umgewandelt. Gerade beim Zuckermais gilt deshalb: Je frischer, desto besser.

So schmeckt Ende August: süßlich, würzig, aromatisch und wunderbar spätsommerlich 🌽🍅

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