18/06/2025
Unsere Wiesen sind bunt und das ist wirklich besonders. Diese gute Vielfalt kommt auch ins Heu. Vielleicht ein Grund für unsere gesunden Rinder und die ausgeprägte Aromatik in Fleisch.
(Ich denke übrigens nicht, dass ihr im Fleisch die Kamille rausschmeckt, sondern eher, dass die Kühe durch das Heu gesund sind und langsam wachsen. Dadurch prägt sich die Aromatik aus.)
Zurück zum Heumachen: Momentan machen wir das erste Heu, damit unsere Limousin-Rinder auch im Winter was zu futtern haben.
Zum Glück ist das trockene Wetter relativ beständig und wir haben ausreichend Zeit, für die Arbeitsschritte:
1. Kitzrettung und Gelegesuche mit einer Drone. Das machen Ehrenamtliche, organisiert von den Jagdpächtern. Danke!
2. Mahd. Dabei lassen wir auf den meisten Flächen einen Streifen stehen, wo Tiere Rückzug und Futter finden.
3. Mehrmaliges Wenden. Dabei wird das Mähgut breit über die Fläche verteilt und gewendet, damit das gemähte Grün trocknet. Das seht ihr auf dem Foto.
4. Schwaden: Wenn das Heu trocken ist, wird es in Schwaden gelegt, also in lange Bahnen.
5. Pressen: Über die Schwaden fährt die Ballenpresse und presst das Heu richtig fest zusammen. Ihr kennt bestimmt den schönen Anblick von Rund- oder Quaderballen auf dem Feld. Wäre es nun noch nass, würde der Heuballen innen schimmeln. Das ist ungesund für die Tiere und schmeckt ja auch gar nicht. Außerdem ist die Gefahr, dass sich die Heuballen selbst entzünden, wenn sie zu feucht gepresst und dann eingelagert werden.
Wir wollen am Wochende pressen und hoffen, dass es bis dahin nochmal richtig schön heiß und windig wird. Am liebsten sehen wir beim Wenden nämlich "Tüsel", das ist Plattdeutsch und bedeutet, dass das Heu kreisförmig in die Höhe weht, wie ein kleiner Wirbelwind. Das passiert beim Heute den bei perfektem Wetter.