08/04/2026
Einstaztagebuch 08.07.2026
Hört, ihr Gefährten der ehrbaren Runde, denn heute wird in unserer Halle nicht bloß gespeist, sondern ein Mahl bereitet, das nach Feuer, Gemeinschaft und alter Treue schmeckt.
Für dieses Werk wurden 3,6 Kilogramm Wildschweinfleisch ausersehen – darunter kräftiger Wildschweinnacken und edle Stücke aus der mageren Wildschweinkeule. Das Fleisch ward mit Devil Dust Rub eingerieben, auf dass Würze, Kraft und ein Hauch feuriger Schärfe in jede Faser dringen mögen. Auf das Bett aus Zwiebeln wurde es gebettet, damit nichts anbrenne und damit der Sud seinen vollen Geist entfalten könne – ganz nach Art eines ehrbaren Schichtfleisches, nur in wilderer, urtümlicher Gestalt.
Dazu wurden 800 Milliliter Wildfond gegeben, damit aus Fleisch, Würze, Zwiebel und Feuer ein Sud entstehe, würdig eines Kessels aus alten Zeiten. Nun harrt dieses Mahl seiner Vollendung, während draußen die Sonne über das Land zieht und der Tag wie geschaffen scheint für solch eine Gabe.
Das Fleisch wird im Dutch Oven über altem, bewährtem, traditionellem offenen Feuer vollendet und köchelt dort in ehrbarer Weise seinem würdigen Zustand entgegen, ganz so, wie es seit alten Tagen Brauch und Sitte gewesen ist.
Und wahrlich, es gibt kaum etwas Besseres, als solch ein Mahl im Kreise enger Freunde zu teilen. Bei gutem Wetter, unter hellem Sonnenschein, mit guter Musik, dem einen oder anderen Bier und einem kräftigen Becher Met, wird aus Speise mehr als nur Nahrung. Dann wird daraus Gemeinschaft, Verbundenheit und ein Augenblick, den man nicht mit Gold aufwiegen kann.
Denn die wahrhaft großen Mahlzeiten schmecken nicht allein wegen des Fleisches, nicht nur wegen der Würze und nicht nur wegen des Feuers. Sie schmecken am besten, weil man sie miteinander teilt – unter Freunden, unter Brüdern im Geiste, unter Menschen, die das Beisammensein noch zu ehren wissen.
So soll heute nicht nur der Dutch Oven gefüllt sein, sondern auch die Runde mit Freude, Gelächter und gutem Genuss.