29/08/2026
"WARUM BRAUCHEN KINDER VITAMINE?"
Vitamine sind für Kinder wichtig, weil sich ihr Körper im ständigen Wachstum befindet und diese Nährstoffe für die körperliche und geistige Entwicklung unerlässlich sind.
Damit das Denken und Lernen in jeder Entwicklungsphase optimal funktionieren kann, benötigt das Gehirn mehr als nur Sauerstoff und Energie.
Für seine gute Konzentrations-, Leistungs- und Lernfähigkeit sind noch weitere spezifische Nahrungsbestandteile wichtig.
Wissenschaftler haben in diesem Zusammenhang den Begriff „Brain-Food“ geprägt. Hierunter werden spezielle Nährstoffe für das Gehirn gefasst.
Deshalb ist es wichtig zu wissen worauf man bei der Ernährung und der Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln achten soll, welche Mikronährstoffe für die kindliche Gehirnentwicklung von besonderer Bedeutung sind und welche Vitamine, Mineralstoffe und Co. welche Funktionen haben.
Vitamin D3
Für Kinder ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D besonders wichtig – nicht nur für stabile Knochen, sondern auch für ein intaktes Immunsystem.
Die Basis für gesunde Knochen wird im Kindes- und Jugendalter gelegt. Denn in dieser Zeit wachsen unsere Knochen am intensivsten, die Knochenmasse bildet sich zu 90 Prozent bis zum Ende des Jugendalters. Und genau deshalb ist eine gute Versorgung mit Vitamin D schon von Kindesbeinen an so wichtig. Schließlich sorgt Vitamin D unter anderem für die Einlagerung von Calcium in den Knochen und schafft so die nötige Stabilität.
Darüber hinaus spielt Vitamin D unter anderem auch eine wichtige Rolle für
den Erhalt einer normalen Muskelfunktion
die Erhaltung normaler Zähne
eine normale Funktion des Immunsystems
Omega-3-Fettsäuren( speziell DHA)
Omega-3-Fettsäuren sind die Bausteine des Gehirns. Sie sind beteiligt an der Konstruktion von Nervenzellen, ihren Leitungen und Zellmembranen. Die Fettsäuren bilden damit einen wesentlichen Teil der geistigen „Hardware“. Der Auf- und Ausbau der neuronalen Netzwerke, der geistigen „Software“, dauert ein Leben lang an. Omega-3-Fettsäuren (DHA) tragen zur Erhaltung der normalen Gehirnfunktion bei. Die heißgeliebten Fischstäbchen aus Kabeljau oder Seelachs sind allerdings vergleichsweise schlechte Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren. Auch Süßwasserfische wie Forelle oder Karpfen enthalten nur wenige der wertvollen Fettsäuren. Gute Lieferanten sind dagegen Lachs, Thunfisch, Hering oder Makrele.
Eisen
Wichtige Lieferanten für Eisen sind zum Beispiel Fleisch, Hülsenfrüchte und Spinat. Aber Achtung: Hähnchenfleisch enthält im Vergleich etwa mit Rindfleisch nur wenig Eisen – die bei vielen Kindern beliebten Hähnchennuggets sind in dieser Hinsicht also weniger ergiebig als eine Bolognese Soße mit Rinderhack. Eine gute pflanzliche Quelle sind auch Kürbiskerne.
Eisen ist wichtig für die kognitive Entwicklung und den Transport von Sauerstoff für alle wachsenden Zellen der Kindern.
Zink
Der Mineralstoff Zink erfüllt wichtige Aufgaben im Immunsystem von Kindern, schützt den Körper vor oxidativem Stress. Mit der Nahrung nehmen wir Zink insbesondere über Milch, Käse oder auch Vollkornprodukte auf. Pflanzliche Zinklieferanten wie Hülsenfrüchte oder Haferflocken enthalten oft den Zinkräuber Phytinsäure, daher ist Zink aus pflanzlichen Quellen deutlich schlechter für den Körper verfügbar. Wer auf tierische Lebensmittel wie Fleisch und Käse verzichtet, muss daher besonders auf seine Zinkversorgung achten.
Zink trägt unter anderem zu einer normalen kognitiven Funktion bei.
B-Vitamine und Magnesium
Zu den B-Vitaminen gehören eine ganze Reihe von Vitaminen – z.B. die Vitamine B6 und B12, Biotin oder Niacin. Sie alle tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei Kindern bei. Die Vitamine des B-Komplexes finden sich insbesondere in Milch- und Vollkornprodukten oder in grünem Gemüse. Magnesium zählt zu den Mineralstoffen und trägt ebenfalls zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Lebensmittel mit viel Magnesium sind verschiedene Gemüse wie Spinat, Kohlrabi und Brokkoli sowie Vollkornprodukte oder auch Nüsse.
Konzentration verlangt dem Gehirn viel ab. Für verschiedene Funktionen benötigen Gehirn und Nerven u. a. bestimmte Vitamine des B-Komplexes.
Vitamine C und E
Vitamin C und Vitamin E helfen dem Körper, sich vor oxidativem Stress zu schützen und unterstützen die normale Funktion des Immunsystems. Vitamin-C-reiche Lebensmittel sind vor allem Obst und Gemüse – z. B. Orangen, Zitronen, Äpfel, Kiwis oder Blumenkohl, Brokkoli und Paprika. Gute Lieferanten von Vitamin E sind pflanzliche Öle wie z. B. Olivenöl.
Darmbakterien
Eine intakte Darmflora ist für Kinder enorm wichtig. Darmbakterien bauen im Dickdarm unverdauliche Ballaststoffe in kurzkettige Fettsäuren ab, die unserem Darm Energie liefern.
Eine Einnahme von Probiotika kann helfen, wenn die Darmflora bei Kindern gestört ist. Die Ursachen können vielfältig sein, wie Frühgeburt, Kaiserschnitt, häufige Antibiotika-Behandlung, verschiedeneErkrankungen. In allen Fällen können sie das kindliche Mikrobiom ins Ungleichgewicht bringen.
Probiotika für Kinder enthalten immer speziell ausgewählte Bakterienstämme, daher sollte kompetente Beratung in Anspruch genommen werden.
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