29/06/2023
Lampedusa: Seit gestern 2.222 Menschen auf 46 Booten eingetroffen (Stand: 9 Uhr). Weitere Boote bereits gesichtet
'9 Uhr: Weitere 234 Migranten, die sich auf sechs Booten befanden, wurden von den Patrouillenbooten CP 305 der Küstenwache und V7007 der Guardia di Finanza zwischen dem italienischen SAR-Gebiet und den Gewässern vor Lampedusa gerettet. An Bord der Boote befanden sich 29, 46, 39, 41, 31 und 48 Personen, die alle von Sfax in Tunesien aus gestartet waren. Damit stieg die Zahl der Anlandungen auf der größten der pelagischen Inseln, auf der bislang 930 Menschen angekommen sind, seit Mitternacht auf 20. Aber es gab noch weitere Sichtungen und weitere "Kähne", die bereits angedockt wurden.
7.30 Uhr: In der Nacht wurden auf Lampedusa 696 Migranten an Land gebracht. Vierzehn Boote mit einem Minimum an 27 und einem Maximum an 133 Personen sind in den Gewässern vor der Insel oder im SAR-Gebiet angedockt oder gerettet worden. Gestern hingegen waren es 1.292 Migranten, die auf 26 verschiedenen Booten auf der Insel ankamen. Im Hotspot von Contrada Imbriacola befanden sich trotz der von der Präfektur von Agrigent angeordneten Verlegungen bei Tagesanbruch 2.069 Gäste. Am späten Vormittag wird die Polizei 183 Migranten zum Hafen begleiten, um sie an Bord der Fähre Cossydra zu bringen, die nach Porto Empedocle fährt. Für den Abend ist eine weitere Verlegung von 200 Personen mit dem Motorschiff der Linie Galaxy angeordnet worden.
Zehn der 14 Boote, die in der Nacht vor Lampedusa festgesetzt wurden, sind von Sfax in Tunesien aus in See gestochen, wo sie jeweils zwischen 1.200 und maximal 2.500 tunesische Dinar für die Überfahrt bezahlt haben. Ein 6 Meter langes Holzboot mit 27 Tunesiern an Bord, darunter drei Frauen, ist hingegen von den Kerkennah-Inseln aus gestartet, ebenfalls in Tunesien, und die Fahrt war wesentlich teurer: 7.000 Tunesische Dinar pro Person. Die anderen drei Boote mit 56, 133 und 60 Bengalen, Marokkanern, Somaliern, Ägyptern, Eritreern, Sudanesen, Marokkanern, Pakistanern, Syrern und Ghanaern an Bord starteten hingegen von Zuwara, Sabrata und Garabulli in Libyen aus, und es wurde jeweils zwischen 3.500-4.500 Dollar und 12.000 libysche Dinar bezahlt. Den drei libyschen Booten gelang es, direkt auf dem Festland von Lampedusa anzukommen: das eine mit 56 Migranten kam in Molo Madonnina an und die beiden anderen mit 133 und 60 in Cala Francese', www.agrigentonotizie.it/cronaca/lampedusa-sbarchi-migranti-trasferimenti-hotspot-29-giugno-2023.html.
Fotos: (1,2) ANSA (3) Tgr Rai
Übersetzung: News from the Med